„Unsere dunkle, schuldbeladene Vergangenheit darf nicht in den Geschichtsbüchern verschwinden. Sie muss gleichsam dreidimensional präsent bleiben und feste Adressen haben. Dafür sorgen die Gedenkstätten als Impulsgeber eines nachhaltigen Erinnerns.“

Landtagspräsident  Guido Wolf zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2012 im Landtag von Baden-Württemberg



Aus den Gedenkstätten:

LAGG-Sprecherrat

Die Vertreter der Gedenkstätten in Baden-Württemberg haben bei der Jahresversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG) am 29. / 30. März 2014 im LpB-Tagungszentrum Haus auf der Alb in Bad Urach ihren Sprecherrat neu gewählt. Dem Gremium gehören acht Mitglieder an. Der Sprecherrat wird jeweils für zwei Jahre gewählt.
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KZ-Gedenkstätte Mannheim-Sandhofen - Nationalsozialismus und Menschenrechte als Thema an einer Grundschule

An der Gustav-Wiederkehr-Schule in Mannheim-Sandhofen wird derzeit ein didaktisches Konzept erprobt, welches Grundschulkinder der vierten Jahrgangsstufe an die Themen Nationalsozialismus und Menschenrechte heranführt. Von 1944 bis 1945 war das Schulgebäude ein Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof. Seit 1990 befindet sich in den Kellerräumen der Schule eine KZ-Gedenkstätte.
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Besucherstatistik / Nutzungserhebung 2013 der Gedenk- und Erinnerungsstätten in BW

Im Jahr 2013 haben insgesamt 309.857 Personen die Gedenk- und Erinnerungsstätten in Baden-Württemberg besucht. Dies ergab eine Abfrage der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) bei insgesamt 60 Einrichtungen im Südwesten.
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Rückblick: Filmvorführung in Neckarelz: „Blut muss fließen...“

Im Rahmen seiner „Reihe gegen Rechts“ zeigte der Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V. am 19. Februar 2014 im Kino Mosbach-Neckarelz den Dokumentarfilm „Blut muss fließen - undercover unter Nazis“. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, neben seiner historisch-bildenden Arbeit auch heutigen rechtsextremistischen Bestrebungen entgegenzutreten. Der Film gibt Einblicke in die rechtsextreme Szene, in der der Journalist Thomas Kuban jahrelang versteckt bei Neonazi-Konzerten gefilmt hat.
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60. bundesweites Gedenkstättenseminar: Archive und Sammlungen in Gedenkstätten

Sammlungen sind für die Arbeit von Gedenkstätten von zentraler Bedeutung. Wie lassen sich die Materialien so erfassen, dass sie auch künftig Grundlage für Forschung, Veranstaltungen und Bildungsarbeit sein können? Das 60. bundesweite Gedenkstättenseminar vom 12. bis zum 14. Juni 2014 im Haus auf der Alb, Bad Urach, greift diese Fragen unter dem Titel „Archive und Sammlungen in Gedenkstätten - Herausforderungen – Lösungsmöglichkeiten – Praxisbeispiele“ auf. Es wird gemeinsam veranstaltet von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin und baden-württembergischen Partnern: dem Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm, der Gedenkstätte Grafeneck und der Landeszentrale für politische Bildung.
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Theateraufführung in Gerlingen: „Hinterm Berg“ - die Geschichte des KZ-Außenlagers Leonberg

In intensiver Auseinandersetzung mit der Geschichte des KZ-Außenlagers in Leonberg hat der Lehrer Michael Volz gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Theater-AG des Robert-Bosch-Gymnasiums Gerlingen das Theaterstück „Hinterm Berg“ erarbeitet. Es erzählt von dem damals 15jährigen Häftling Leon Albert Montal, von KZ-Bewachern und von Gerlinger Bürgern. Die Inszenierung wird am 30. und 31. Januar sowie am 1. Februar 2014 zunächst in Gerlingen und am 21. und 22. Februar in Leonberg aufgeführt. Ende Februar und Anfang April dann in Frankreich, unter anderem in Charmes an der Mosel, dem Geburts- und Wohnort von Leon Montal. Die LpB unterstützt das Projekt, das Schule und Gedenkstättenarbeit, aber auch Deutschland und Frankreich auf dem Feld der Erinnerungskultur verbindet.
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Filmpremiere in Herrenberg: „Der Dachdecker von Birkenau“

Der Dokumentarfilm „Der Dachdecker von Birkenau“ über den Auschwitz-Überlebenden Mordechai Ciechanower wird am 27. Januar 2014 erstmals in Herrenberg öffentlich zu sehen sein. Zur Premiere werden der 89-jährige Mordechai Ciechanower und der Regisseur Johannes Kuhn erwartet. Der Film entstand im Auftrag von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. in Zusammenarbeit mit dem Verein KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen. Er wurde unter anderem von der LpB gefördert.
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Leutkirch im Allgäu: „Wandelnder Wächter der Erinnerung“ begleitet zukünftig Schulklassen in Leutkirch

Der Initiativkreis „Orte des Erinnerns“, Sektion Allgäu-Oberschwaben des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V“ hat mit Unterstützung der Landeszentrale Baden-Württemberg die internationale Wanderausstellung „Odyssey“ des britischen Bildhauers Robert König erstmals nach Deutschland geholt. Die Holzfiguren konnten vom 25. August bis zum 13. Oktober 2013 auf dem Gänsbühl neben dem historischen Rathaus in Leutkirch im Allgäu besichtigt werden. Nach dem Weiterzug der Installation hat eine Figur des Künstlers in Leutkirch eine Heimat gefunden. Sie wird als „Wandelnder Wächter der Erinnerung“ jedes Jahr am Volkstrauertag an eine andere Schule in Leutkirch weitergereicht. Die Schule wird dann für ein Jahr die Patenschaft für die Figur übernehmen.
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Symposium in Königsbronn: "Das Leben und Wirken von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer sowie über den Auschwitzprozess"

Das Symposium über „Das Leben und Wirken von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer sowie über den Auschwitzprozess“ am Samstag den 26. Oktober in Königsbronn würdigt das Leben und Werk von Fritz Bauer (*1903, Stuttgart † 1968, Frankfurt). Der Jurist war eine der herausragenden Persönlichkeiten der Justizgeschichte nach 1945.Die Georg-Elser-Gedenkstätte Königsbronn in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein gegen Vergessen – für Demokratie ein.
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Gedenkstättenreise mit Regierungspräsident Johannes Schmalzl

In Baden-Württemberg erinnern mehr als siebzig Gedenkstätten an die Verbrechen der NS-Diktatur. Acht dieser authentischen historischen Lernorte im württembergischen Landesteil besuchte Regierungspräsident Johannes Schmalzl am 10. und 11. September 2013 bei einer Gedenkstättenreise in Kooperation mit der LpB. Er nutzte die Gelegenheit, nicht nur die Forschungs- und Vermittlungsarbeit an den unterschiedlichen Gedenkstätten zu erkunden, sondern vor allem die zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ermutigen, ihre historisch-politische Bildungsarbeit vor Ort weiter voranzutreiben.
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Museum Synagoge Affaltrach: Dauerausstellung „Das jüdische Zwangsaltenheim Eschenau“

Im Zuge der sogenannten Freimachung der Städte von Juden richteten die Nationalsozialisten ab Dezember 1941 im Schloss Eschenau ein jüdisches Zwangsaltenheim ein. Bis zur Deportation im August 1942 lebten dort 93 betagte Jüdinnen und Juden mit 19 jüdischen Betreuerinnen und Betreuern  zusammengepfercht und isoliert von ihren Familienangehörigen und den Dorfbewohnern. Der Verein „Freundeskreis ehemalige Synagoge Affaltrach e.V.“ hat die Geschichte des Zwangsaltenheims in mehr als  dreijähriger Arbeit erforscht und in einer Dauerausstellung aufbereitet, die seit  dem 9. November 2012  auf der Empore der ehemaligen Synagoge zu sehen ist. Das Projekt wurde von der LpB unterstützt.
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Museum Jüdischer Betsaal Horb: Ausstellung „Ort der Zuflucht und Verheißung – Shavei Zion“

Mit einem Festgottesdienst verabschiedete die jüdische Gemeinde in Rexingen am 6. Februar 1938 insgesamt 10 Familien, die sich auf ihre Ausreise vorbereitet hatten. Es sollte die einzige Emigration einer geschlossenen Gruppe jüdischer Bürger aus dem nationalsozialistischen Deutschland sein. Im April jährt sich diese besondere Auswanderung ins britische Mandatsgebiet Palästina zum 75. Mal. Aus dem Anlass zeigt der Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen noch einmal die Ausstellung „Ort der Zuflucht und Verheißung – Shavei Zion“ im neuen Museum Jüdischer Betsaal Horb ab dem 21. April 2013. Die Ausstellung wird bei dieser Gelegenheit zum letzten Mal in Deutschland zu sehen sein. Später soll sie an das Ortsmuseum im israelischen Shavei Zion gehen.
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DZOK Ulm: Theater "ANTIGONE/SOPHIE helden Bilder"

Am 22. Februar vor 70 Jahren wurden Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst wegen ihres Widerstands gegen den NS-Staat hingerichtet. Autor und Regisseur Michael Sommer hat den Jahrestag zum Anlass genommen, nach der Tragödie des Sophokles und den Verhörprotokollen der Sophie Scholl das Stück ANTIGONE/SOPHIE zu schreiben. Das Theater zeigt die Uraufführung am 9. März 2013 als Kooperation mit dem DZOK Ulm e.V. in der Gedenkstätte Oberer Kuhberg.
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Jahrestagung 2013 der LAGG: Weiterbildungsangebot „Verunsichernde Orte“

Rund 70 ehrenamtliche Gedenkstättenmitarbeiterinnen und Gedenkstättenmitarbeiter aus Baden-Württemberg haben an der LAGG-Jahresversammlung im Haus auf der Alb in Bad Urach teilgenommen. Der Sprecherrat der LAGG und der Fachbereich Gedenkstättenarbeit der LpB informierten über ihre Arbeit. Die Ehrenamtlichen stellten ihre Projekte vor. Im Mittelpunkt der Tagung standen Debatten über die Förderstruktur der weithin zivilgesellschaftlich getragenen Gedenkstättenlandschaft in Baden-Württemberg und ein Fachvortrag von Barbara Thimm. Die Koordinatorin des Weiterbildungsangebots „Verunsichernde Orte“, das am pädagogischen Zentrum des Frankfurter Fritz-Bauer-Instituts angesiedelt ist, stellte das Projekt zur Gedenkstättenpädagogik vor.
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Geschichtswerkstatt "Zwangsschule für jüdische Kinder in Freiburg 1936 bis 1940": Ausstellung

An den Lessing-Schulen in Freiburg sind Schülerinnen und Schüler aus mehr als 50 Ländern. Die Ausstellung „Unsere Vielfalt verstehen“ berichtet von den Familien- und Migrationsgeschichten dieser Schüler.
Das Projekt will zum Verständnis der Vielfalt in unserer Einwanderungsgesellschaft beitragen. Zum Thema Ausgrenzung haben die Lessing-Schulen einen besonderen Bezug. In der NS-Zeit beherbergte das Schulgebäude in zwei Klassenzimmern die „Jüdische Schulabteilung“ mit mehr als 60 jüdischen Kindern aus ganz Südbaden, denen es verboten war, die Regelschule zu besuchen.
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Gedenkstätten in Baden-Württemberg erinnern an die Errichtung der NS-Diktatur 1933

80 Jahre nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 erinnern die Gedenkstätten in Baden-Württemberg an die Errichtung der NS-Diktatur. In rund 40 Veranstaltungen beleuchten sie die rasch voranschreitende Konsolidierung der nationalsozialistischen Herrschaft.
Einen Überblick über das landesweite Programm gibt das Leporello „Zerstörung der Demokratie“, das von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und  Gedenkstätteninitiativen (LAGG) herausgegeben wird. Der Auftakt bildete eine wissenschaftliche Tagung „Hitler und seine Erben – 80 Jahre danach“, veranstaltet von der LpB und LAGG in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg am 24. Januar 2013 in Stuttgart .
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Mannheim-Sandhofen: „Das ist meine Straße“ - Bildband

Mieczystaw Wisniewski erzählt in dieser Bilderserie von seiner Gefangenschaft in den Konzentrationslagern Dachau, Mannheim-Sandhofen und Kochendorf.
Bildband, kartoniert, 52 Seiten, Euro 14,80. Wellhöfer Verlag
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Gedenkstätte in Bad-Friedrichshall-Kochendorf

Das Besucherbergwerk Bad Friedrichshall-Kochendorf ist seit dem 1. Mai 2012 wieder zugänglich. In den Abbaukammern in 180 Metern Tiefe erwartet Besucher die neu gestaltete Ausstellung der Gedenkstätte Ehemaliges KZ Kochendorf. Auch das Besucherbergwerk der Südwestdeutschen Salzwerke AG ist modernisiert worden. Die Gedenkstätte ist in den ca. 1,5 Kilometer langen Rundgang durch das Besucherbergwerk integriert.
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Gedenkstätte Hailfingen/Taiflingen

Neue Publikation des Vereins "Gedenkstätte Hailfingen/Taiflingen"
Nun liegt ergänzend eine neue Publikation in der Schriftenreihe des Vereins KZ Gedenkstätte Hailfingen/Taiflingen e.V. vor, die ebenfalls von der Landeszentrale für politische Bildung gefördert worden ist: „La promesse est tenue… Nach 65 Jahren des Schweigens Recherchen und Begegnungen – Auf der  Suche nach Überlebenden und Angehörigen des KZ-Außenlagers Hailfingen/Tailfingen“. Bereits 2009 ist unter dem Titel „Jeder Mensch hat einen Namen“ das Gedenkbuch für die 600 jüdischen Häftlinge des KZ-Außenlagers Hailfingen/Tailfingen erschienen. ... mehr

70 Jahre Deportation

Am 1. Dezember 1941 verließ der erste Deportationszug den Stuttgarter Inneren Nordbahnhof. An jenem Tag begann für die jüdische Bevölkerung in Württemberg und Hohenzollern der Holocaust. Siebzig Jahre später, am 1. Dezember 2011, wurde in Stuttgart und an zahlreichen anderen Orten im Land bei Gedenkveranstaltungen an den Beginn dieser Deportationen erinnert.

Der soeben veröffentlichte Band „70 Jahre Deportation“, herausgegeben von Roland Ostertag und Martin Schairer in Verbindung mit der Landeshauptstadt Stuttgart, dokumentiert die Reden, die an der Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ gehalten wurden.
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Aktuelles:

 
22.07.2014

Training für "neue" und "alte" jugendliche GedenkstättenlotsInnen

Fortbildung an der KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V. vom 28. - 29.7. 2014

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01.07.2014

Europäischer Tag der Jüdischen Kultur

Am 14. September 2014 - Thema: Frauen und Judentum

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Rückblicke

 

Fachtagung: Rechtsextremismus in Baden-Württemberg
(11. 11.2013) Weltbilder und Lebenswelten
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Fortbildung: Geocaching Gedenkstätte (21. 09. 2013):
Vermittlung von Geschichtswissen beim Geocaching-Rundgang in Leonberg. mehr...


Fachtagung: "Antisemitismus heute"
(4. - 5. 02. 2013): Vorurteile im alten und neuen Gewand – was tun? mehr...


Vortrag: Armin Pfahl-Traughber 
(3. 02. 2013): Antisemitische und nicht-antisemitische
Israelkritik – zur Problematik der Unterscheidung  mehr...

 
 
 
 
 

Filmprojekt: "Mehr als alte Steine - Wie Geschichte erlebbar gemacht wird"

 
Filmprojekt: "Mehr als alte Steine - Wie Geschichte erlebbar gemacht wird"

In Zusammenarbeit mit der LpB erstellten Studierende der Hochschule der Medien, Stuttgart (HdM) im Rahmen der Lehrveranstaltung „Videoproduktion“ einen Film über die Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg.
Film u. Infos

 
 
 
 
 

Ausstellung Georg Elser

 
Ausstellung Georg Elser

Georg Elser "Ich habe den Krieg verhindern wollen"
Die Austellung kann ausgeliehen werden.
weitere Informationen

 
 
 
 

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