Vortrag von Prof. Dr. Claus Leggewie: Widerstand – damals und heute

Cover des Faltblatts "Eugen Bolz", 2005

am 23.1.2018, 19.30 Uhr, in der Zehntscheuer, Rottenburg am Neckar

Im Gedenken an die Hinrichtung von Dr. Eugen Bolz am 23. Januar 1945 in Berlin lädt das Eugen Bolz-Gymnasium zu einem Vortragsabend ein.

  • Thema: Widerstand – damals und heute
  • Referent: Prof. Dr. Claus Leggewie,
    Politikwissenschaftler, Ludwig Börne-Professur an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Musikalische Umrahmung: Schülerinnen und Schüler des Eugen-Bolz-Gymnasiums
  • Termin: Dienstag, 23. Januar 2018, 19.30 Uhr,
    Franz-Anton-Hoffmeister-Saal in der Zehntscheuer, Rottenburg am Neckar

Eugen-Bolz-Gymnasium in Zusammenarbeit mit der Stadt Rottenburg am Neckar, dem Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und  der Volkshochschule Rottenburg am Neckar


Am 30. Januar 1933 hat Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Nach der legalen Machtübernahme haben Adolf Hitler und die Nationalsozialisten in einer atemberaubenden Geschwindigkeit die Demokratie und den Rechtsstaat beseitigt.

Eugen Bolz wurde bereits im Juni 1933 in Stuttgart verhaftet und auf dem Hohenasperg eingesperrt. Er hatte Hitler und die NSDAP zwar als rechtsradikal und republikfeindlich bekämpft, aber die Gefahren unterschätzt. Die Gewalt und der Terror, den die NS-Herrschaft entfaltete, weckten in ihm die Frage nach dem Widerstand.

Bereits im Jahr 1934 schrieb er in einem privaten Manuskript die nach dem Krieg berühmt gewordenen Sätze „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ und „Bei offensichtlichem und dauerndem Mißbrauch der Staatsgewalt besteht ein Notwehrrecht des Volkes“. Seinen Widerstand hat er mit dem Leben bezahlt.

Heute werden unsere Demokratie und ihre tragenden Werte durch den Rechtspopulismus
und Rechtsextremismus gefährdet. Deshalb ist ein frühzeitiger Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Nationalismus und die Herabsetzung der parlamentarischen Demokratie erforderlich. Das wichtigste Mittel des Widerstandes sind eine permanente Aufklärung, Diskussionen und öffentliche Aktionen.

Programm

Schülerinnen und Schüler des EBG zeigen Plakate als Ergebnis ihrer Auseinandersetzung
mit dem neuen Buch der Landeskundliche Reihe Bd. 46 der LpB:
Mut bewiesen.
Widerstandsbiographien aus dem Südwesten,
hrsg. von Angela Borgstedt, Sibylle Thelen und Reinhold Weber.
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Landeskundliches Faltblatt 7/2005 - Menschen aus dem Land
Eugen Bolz (1881 - 1945)
Letzter württembergischer Staatspräsident vor der Machtübernahme Hitlers.
Am 23. Januar 2005 jährte sich zum 60. Mal der Todestag von Eugen Bolz (geb. 1881 in Rottenburg, 1945 durch das Fallbeil hingerichtet). Er war letzter württembergischer Staatspräsident vor der Machtübernahme Hitlers.
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