Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

2013 - Aus den Gedenkstätten

Leutkirch im Allgäu:

„Wandelnder Wächter der Erinnerung“

Der Initiativkreis „Orte des Erinnerns“, Sektion Allgäu-Oberschwaben des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V“ hat mit Unterstützung der Landeszentrale Baden-Württemberg die internationale Wanderausstellung „Odyssey“ des britischen Bildhauers Robert König erstmals nach Deutschland geholt. Die Holzfiguren konnten vom 25. August bis zum 13. Oktober 2013 auf dem Gänsbühl neben dem historischen Rathaus in Leutkirch im Allgäu besichtigt werden. Nach dem Weiterzug der Installation hat eine Figur des Künstlers in Leutkirch eine Heimat gefunden. Sie wird als „Wandelnder Wächter der Erinnerung“ jedes Jahr am Volkstrauertag an eine andere Schule in Leutkirch weitergereicht. Die Schule wird dann für ein Jahr die Patenschaft für die Figur übernehmen.
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Symposium in Königsbronn:

"Das Leben und Wirken von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer sowie über den Auschwitzprozess"

Das Symposium über „Das Leben und Wirken von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer sowie über den Auschwitzprozess“ am Samstag den 26. Oktober in Königsbronn würdigt das Leben und Werk von Fritz Bauer (*1903, Stuttgart † 1968, Frankfurt). Der Jurist war eine der herausragenden Persönlichkeiten der Justizgeschichte nach 1945.Die Georg-Elser-Gedenkstätte Königsbronn in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein gegen Vergessen – für Demokratie ein.
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Gedenkstättenreise

mit Regierungspräsident Johannes Schmalzl

In Baden-Württemberg erinnern mehr als siebzig Gedenkstätten an die Verbrechen der NS-Diktatur. Acht dieser authentischen historischen Lernorte im württembergischen Landesteil besuchte Regierungspräsident Johannes Schmalzl am 10. und 11. September 2013 bei einer Gedenkstättenreise in Kooperation mit der LpB. Er nutzte die Gelegenheit, nicht nur die Forschungs- und Vermittlungsarbeit an den unterschiedlichen Gedenkstätten zu erkunden, sondern vor allem die zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ermutigen, ihre historisch-politische Bildungsarbeit vor Ort weiter voranzutreiben.
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Museum Jüdischer Betsaal Horb:

Ausstellung „Ort der Zuflucht und Verheißung – Shavei Zion“

Mit einem Festgottesdienst verabschiedete die jüdische Gemeinde in Rexingen am 6. Februar 1938 insgesamt 10 Familien, die sich auf ihre Ausreise vorbereitet hatten. Es sollte die einzige Emigration einer geschlossenen Gruppe jüdischer Bürger aus dem nationalsozialistischen Deutschland sein. Im April jährt sich diese besondere Auswanderung ins britische Mandatsgebiet Palästina zum 75. Mal. Aus dem Anlass zeigt der Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen noch einmal die Ausstellung „Ort der Zuflucht und Verheißung – Shavei Zion“ im neuen Museum Jüdischer Betsaal Horb ab dem 21. April 2013. Die Ausstellung wird bei dieser Gelegenheit zum letzten Mal in Deutschland zu sehen sein. Später soll sie an das Ortsmuseum im israelischen Shavei Zion gehen.
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DZOK Ulm:

Theater "ANTIGONE/SOPHIE helden Bilder"

Am 22. Februar vor 70 Jahren wurden Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst wegen ihres Widerstands gegen den NS-Staat hingerichtet. Autor und Regisseur Michael Sommer hat den Jahrestag zum Anlass genommen, nach der Tragödie des Sophokles und den Verhörprotokollen der Sophie Scholl das Stück ANTIGONE/SOPHIE zu schreiben. Das Theater zeigt die Uraufführung am 9. März 2013 als Kooperation mit dem DZOK Ulm e.V. in der Gedenkstätte Oberer Kuhberg.
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Jahrestagung 2013 der LAGG:

Weiterbildungsangebot „Verunsichernde Orte“

Rund 70 ehrenamtliche Gedenkstättenmitarbeiterinnen und Gedenkstättenmitarbeiter aus Baden-Württemberg haben an der LAGG-Jahresversammlung im Haus auf der Alb in Bad Urach teilgenommen. Der Sprecherrat der LAGG und der Fachbereich Gedenkstättenarbeit der LpB informierten über ihre Arbeit. Die Ehrenamtlichen stellten ihre Projekte vor. Im Mittelpunkt der Tagung standen Debatten über die Förderstruktur der weithin zivilgesellschaftlich getragenen Gedenkstättenlandschaft in Baden-Württemberg und ein Fachvortrag von Barbara Thimm. Die Koordinatorin des Weiterbildungsangebots „Verunsichernde Orte“, das am pädagogischen Zentrum des Frankfurter Fritz-Bauer-Instituts angesiedelt ist, stellte das Projekt zur Gedenkstättenpädagogik vor.
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Gedenkstätten in Baden-Württemberg

erinnern an die Errichtung der NS-Diktatur 1933

80 Jahre nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 erinnern die Gedenkstätten in Baden-Württemberg an die Errichtung der NS-Diktatur. In rund 40 Veranstaltungen beleuchten sie die rasch voranschreitende Konsolidierung der nationalsozialistischen Herrschaft.
Einen Überblick über das landesweite Programm gibt das Leporello „Zerstörung der Demokratie“, das von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und  Gedenkstätteninitiativen (LAGG) herausgegeben wird. Der Auftakt bildete eine wissenschaftliche Tagung „Hitler und seine Erben – 80 Jahre danach“, veranstaltet von der LpB und LAGG in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg am 24. Januar 2013 in Stuttgart .
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