Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 
Historische ErinnerungsstätteFriedhofDeportation

Gräber- und Gedenkstätte Riga-Bikernieki




Kontaktdaten:

Riga, Bikernieku iela
Riga, Wald von Bikernieki, am südöstlichen Stadtrand
Riga, Bikernieki

Telefon: 0561/7009-131
E-Mail: riga-komitee@remove-this.volksbund.de
Homepage: www.riga-komitee.de

Träger der Einrichtung
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit Unterstützung durch das Deutsche Riga-Komitee. Gründung 2000 in Berlin durch die Städte Berlin, Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Kassel, Köln, Leipzig, Münster, Nürnberg, Osnabrück und Stuttgart und den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
Heute zählt das deutsche Riga-Komitee 50 Städte.

Öffnungszeiten
Die Anlage und das Mahnmal sind frei zugänglich. Die Gedenkstätte wurde 2001 vom Volksbund für Kriegsgräberfürsorge errichtet.
Ein Schrein in der Mitte verzeichnet die Namen aller Deportierten.

Weitere Links:

Über die Gedenkstätte der Naziopfer im Wald von Bikernieki, Riga

Broschüre Riga-Bikernieki

Ausstellungskatalog: Bikernieki - Wald der Toten


Kurzdarstellung

Gräber- und Gedenkstätte Bikernieki

Am 1. Dezember 1941 verließ der erste Deportationszug mit rund tausend Juden aus etwa sechzig Orten in Württemberg und Hohenzollern den Stuttgarter Nordbahnhof. Den Menschen wurde vorgegaukelt, sie würden in ein neues Siedlungsgebiet im Osten „evakuiert“. Tatsächliche Ziele waren das durch Massenerschießungen geräumte jüdische Ghetto von Riga, das Lager Salaspils sowie das KZ Jungfernhof. Am 26. März 1942 wurde eine unbekannte Zahl der Verschleppten in Bikernieki, dem Birkenwäldchen, erschossen. Es folgten weitere Mordaktionen. Viele starben und erfroren auch wegen der miserablen Unterbringung. Zum Teil mussten die Menschen im Freien hausen – bei bis zu 40 Grad unter Null. Nur 43 Personen, die mit dem ersten Transport nach Riga deportiert worden waren, überlebten. Zwischen 1941 bis 1944 wurden im Bikernieki-Wald mehr als 40.000 jüdische Bürger, politische Häftlinge und sowjetische Kriegsgefangene erschossen.


Weitere Informationen

Besuchsmöglichkeiten in der Nähe

Gedenkstätte am Hinrichtungsort Rumbula im Südosten der Stadt; Gedenkstätte KZ Riga-Kaiserwald (im Vorort Mezaparks) nördlich der Innenstadt;
das ehemalige Ghetto im Süden der Innenstadt

Publikationen

  • „Evakuiert“ und „Unbekannt verzogen“. Die Deportation der Juden aus Württemberg und Hohenzollern 1941 bis 1945. Reihe MATERIALIEN, LpB, Stuttgart 2008.
  • Andrej Angrick, Peter Klein: Die „Endlösung“ in Riga: Ausbeutung und Vernichtung 1941–1944. Darmstadt 2006.
  • Wolfgang Scheffler, Diana Schulle: Buch der Erinnerung. Die ins Baltikum deportierten deutschen, österreichischen und tschechoslowakischen Juden. 2 Bde. München 2003.
  • Paul Sauer: Die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Baden-Württemberg 1933–1945. Ein Gedenkbuch. Hrsg. von der Archivdirektion Stuttgart. Stuttgart 1969.





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