Wanderausstellungen / „Mannheim – Izieu – Auschwitz“

Am 6. April 1944 ließ Klaus Barbie, der Gestapo-Chef von Lyon, in einem Kinderheim im französischen Izieu 44 jüdische Kinder verhaften, nach Auschwitz verschleppen und ermorden. Unter den Opfern befanden sich auch 4 Kinder aus Mannheim.

Hintergrundinformationen

In der Ausstellung werden die unterschiedlichen Leidenswege dieser 4 Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren nachgezeichnet:

  • Sami Adelsheimer,
  • Max Leiner,
  • Fritz Löbmann und
  • Otto Wertheim.

Dazu wird zunächst das alltägliche Leben der jüdischen Kinder und ihrer Familien in Mannheim vor 1933 und während des Nationalsozialismus dargestellt. Hinzu kommt die Ausweisung und Deportation in das französische Internierungslager Gurs am 22. und 23. Oktober 1940. Direkt nach ihrer Festnahme am 6. April 1944 werden die vier Kinder dann in das Durchgangslager Drancy in der Nähe von Paris gebracht. Von dort werden sie schließlich nach Auschwitz deportiert und noch am selben Tag vergast.

Besonderheit der Ausstellung

Die Wanderausstellung „Mannheim – Izieu – Auschwitz“ ist in einer Zusammenarbeit zwischen der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried, des Elisabeth-Gymnasiums Mannheim und des Ludwig-Frank-Gymnasiums in Mannheim auf deutscher Seite – sowie der Lycée Sain Marc in Lyon auf französischer Seite entstanden. In Projektgruppen wurde die Ausstellung beginnend im Herbst 2001 gemeinsam entwickelt und 2003 eröffnet.

Das Projekt wurde damals von der französischen nationalen Gedenkstätte Maison d'Izieu angeregt und vom Mannheimer Stadtarchiv unterstützt.


Ausleihbedingungen

Die Ausstellung ist in 21 Tafeln (rollbare Laminate) gegliedert und beansprucht insgesamt eine Stellfläche von 18 Metern Länge.
Das Projekt wurde zweisprachig entwickelt und ist in jeweils zweifacher Ausführung in Deutschland und Frankreich ausleihbar.

Alle Tafeln (15 Stück à 1,20 x 0,90 Meter und 6 Stück à 1,20 x 0,50 Meter) sind mit Ösen beziehungsweise Klemmschienen versehen und können somit leicht befestigt werden.

Die Ausstellung ist gebührenfrei ausleihbar.
Die Lieferung durch die Landeszentrale für politische Bildung erfolgt in 2 Röhren, die auch für den Rücktransport zu verwenden sind.
Für die Ausstellenden entstehen lediglich Kosten für die Rücksendung.

Der Entleiher haftet zudem für Schäden an der Ausstellung.

Zusätzliche Informationen gibt es in einem Flyer
Download als PDF

Weitere Informationen und Buchung über

Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Fachbereich Gedenkstättenarbeit
Frau Irene Rüber
Paulinenstr. 44-46
70178 Stuttgart
Tel: (+49) 0711/16409931
Fax:(+49) 0711/16409955
gedenkstaettenarbeit@remove-this.lpb.bwl.de


Materialien zur Wanderausstellung

Material- NummerBezeichnung des MaterialsDownload (pdf)
M 1Die Kinder von Izieu - wie sie hießen, woher sie kamen28 KB
M 2Die vier Kinder aus Mannheim68 KB
M 3Präsentation der Ausstellung (deutsch/französisch)43 KB
M 4Besucherinformation107 KB
M 5Reinhard Mey: Die Kinder von Izieu (CD 1994: Immer weiter) 24 KB
M 6Wichtige Links:
M 7Medien, Unterrichtsmaterial
  • Reihe Bausteine: "... es geschah am helllichten Tag!" Die Deportation der badischen Juden in das Lager Gurs/Pyrenäen
  • "Au revoir les enfants"/ "Auf Wiedersehen Kinder"
    (Regie Louis Malle, 1987).
    Der Spielfilm greift das Schicksal versteckter jüdischer Kinder in Frankreich" auf.
    Bezug: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. (BestellNr. Video Deutsch: 4253404;  Französisch: 4253736)

2,4 MB

M 8Rede von Simone Veil vor dem Bundestag am 27. Januar 200460 KB
M 9Ansprache von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse am 27. Januar 200428 KB
M 10Literaturliste27 KB
M 11Teilnehmende und Mitwirkende26 KB
M 12Zusammengefasste Besucherinformation185 KB

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