Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Besucherstatistik 2013 der Gedenk- und Erinnerungsstätten in BW

Foto von der Fortbildung zum Geocaching an Gedenkstätten in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Leonberg, September 2013 (Foto: S.Thelen)

Mehr als 300.000 Personen besuchten 2013 die Gedenk- und Erinnerungsstätten in Baden-Württemberg

Im Jahr 2013 haben insgesamt 309.857 Personen die Gedenk- und Erinnerungsstätten in Baden-Württemberg besucht. Die Gesamtzahl liegt somit auf der Höhe des Vorjahrs. 60 Gedenk- und Erinnerungsstätten haben sich an der Abfrage beteiligt. Dies entspricht einem Rücklauf von 95 Prozent. Das Gesamtergebnis, das auf der Rückmeldung der Gedenk- und Erinnerungsstätten basiert, gibt eine Größen-ordnung wieder. Nicht alle Gedenk- und Erinnerungsstätten, etwa öffentlich zugängliche Orte, können die Anzahl ihrer Besucher genau erfassen. In diesen Fällen werden Schätzwerte zugrunde gelegt.

Allein 25.000 Personen informierten sich an der Gedenkstätte Grafeneck über die Opfer der NS-„Euthanasie“. An diesem Ort auf der Schwäbischen Alb wurden vom Januar bis zum Dezember 1940 insgesamt 10.654 Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung ermordet.
Die Gesamtzahl der Besucher verteilt sich wie folgt:


Auszug aus einer Powerpoint-Präsentation zur Nutzungserhebung / Besucherstatistik 2013 bei der LAGG Jahresversammlung (Autorinnen: Kira Güttinger, Sybille Thelen)


Etwa 32 Prozent aller Besucher an Gedenk- und Erinnerungsstätten 2013 waren Jugendliche, 68 Prozent Erwachsene. Eine genaue Aufschlüsselung ergibt jedoch Unterschiede. So werden an jüdischen Gedenkstätten werden mehr erwachsene als jugendliche Besucher registriert. Gleiches gilt für die Erinnerungsstätten für Demokratie und Freiheit.

An KZ-Gedenkstätten werden hingegen mehr jugendliche als erwachsene Besucher registriert. So waren etwa von den insgesamt 11.900 Besuchern des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg in Ulm 7.500 junge Leute. In dem Ulmer KZ waren von November 1933 bis Juli 1935 mehr als 600 Gegner der Nationalsozialisten inhaftiert.

Sehr viele jugendliche Besucher hatte auch die Gedenkstätte Grafeneck für die Opfer der NS-„Euthanasie“, wo etwa zwei Drittel der Teilnehmer bei Führungen Jugendliche waren, und auch das Bundesarchiv Ludwigsburg mit der Dauerausstellung zur juristischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen.
Ausgeglichen ist das Altersverhältnis dagegen bei den Besuchern der Gedenkstätten zum Widerstand gegen die NS-Diktatur, des Dokumentationszentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg, sowie des DDR-Museums in Pforzheim.