Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Besucherstatistik 2018 der Gedenk- und Erinnerungsstätten in BW

Großer Zulauf an den Gedenkstätten

Thomas Stöckle (Mitte, mit Schal), der Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, bei einer Führung vor dem Dokumentationszentrum in Grafeneck. (Foto: Frank Wagner)

Mehr als 324.000 Besucher_innen und 58.000 ehrenamtlich geleistete Stunden

Im Jahr 2018 haben 324.163 Personen die Gedenk- und Erinnerungsorte in Baden-Württemberg besucht. Diesen Wert erhob die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) bei der Auswertung der jährlichen Besucherstatistik, an der sich 69 Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen beteiligt haben. Dies bedeutet einen Anstieg der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 6,5%.
Die vielfältige  Gedenkstättenlandschaft in Baden-Württemberg umfasst Einrichtungen zum Themenfeld: Jüdische Geschichte und Holocaust, ehemalige  Konzentrationslager, Orte, die an die Verfolgung von Sinti und Roma, an die NS-„Euthanasie“-Verbrechen sowie an den Widerstand erinnern, Erinnerungsstätten zur Demokratiegeschichte Deutschlands und das DDR-Museum in Pforzheim.

KategorienBesucherzahlenAnteil
Einrichtungen zum Themenfeld:
Jüdische Geschichte und Holocaust
56.73018%
Konzentrationslager und Zwangsarbeit99.73731%
Euthanasie30.000  9%
Widerstand13.998  4%
Sinti und Roma11.023  3%
Aufarbeitung und Erinnerung
an die NS-Zeit
2.700  1%
DDR3.221

  1%

Demokratie und Freiheit106.75433%
Gesamt324.163100%

Auszug aus einer Powerpoint-Präsentation zur Nutzungserhebung/Besucherstatistik 2018 bei der  LAGG-Jahresversammlung

Wie in den Jahren zuvor waren die Erinnerungsstätten zur Demokratiegeschichte und Freiheitsbewegungen Spitzenreiter bei den Besucherzahlen. Hier wurden 106.754 Personen gezählt.  Auch die ehemaligen Konzentrationslager und Orte der Zwangsarbeit erreichten mit fast 100.000 Personen mehr Besucher als je zuvor.

Etwa 67 Prozent der Besucher waren Erwachsene und 25 Prozent Kinder und Jugendliche. In diversen Gedenkstätten war der Anteil der Kinder und Jugendlichen jedoch höher. So machten diese an Orten ehemaliger Konzentrationslager und der Zwangsarbeit ca. 31 Prozent der Besucher*innen aus.

Zudem wurden 8.318 Führungen und 4697 Beratungsgespräche durchgeführt – mehrheitlich von den über 811 regelmäßig tätigen Ehrenamtlichen. Diese leisteten insgesamt mehr als 58.455 Arbeitsstunden, um dem Vergessen etwas entgegen zu setzen und den Wert von Demokratie, Menschenrechten und europäischer Einigung sichtbar zu machen.

Download der Besucherstatistik 2018  Gedenk- und Erinnerungsstätten in Baden-Württemberg (LAGG Jahresversammlung 06./07. April 2019) (PDF, 334 KB)