Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Internetprojekt „Familie Wolf, Wangen“

Das Leben einer deutsch-jüdischen Familie im 20. Jahrhundert

Screenshot der Website www.wolf-wangen.com
Screenshot der Website www.wolf-wangen.com

Die neue Website www.wolf-wangen.com stellt die Geschichte der Familie Wolf vor, die aus der jüdischen Landgemeinde Öhningen-Wangen stammt.

Auf persönlicher Ebene werden die Geschehnisse und Herausforderungen, denen sich eine jüdische Familie des deutschen Bürgertums im 20. Jahrhundert ausgesetzt sah, auf beeindruckende Weise dargeboten.

Durch die Initiative der Historikerin Frau Dr. Anne Overlack, ehrenamtliche Leiterin der Jacob-Picard-Gedenkstätte, entstand seit Juni 2018 in Zusammenarbeit mit dem Grafiker Uli Braun die Homepage über Nathan Wolf und seine Familie.

Der Arzt Nathan Wolf, hochdekorierter Veteran des Ersten Weltkriegs, floh vier Tage vor Kriegsbeginn ins Schweizer Exil. Als einer der wenigen jüdischen Remigranten kam er kurz nach Kriegsende in seine Heimat zurück und gilt als der letzte jüdische Bewohner Wangens.

Overlack publizierte seine Kriegstagebücher unter dem Titel "„Ich will als ein ganzer Mann und wahrhaft Deutscher zurückkehren, mit reinem Gewissen.“ – Die Kriegstagebücher des Nathan Wolf aus den Jahren 1914 bis 1917“ sowie eine umfassende Geschichte seiner Familie mit dem Titel „In der Heimat eine Fremde. Das Leben einer deutschen jüdischen Familie im 20. Jahrhundert.“"

Auf der Homepage wurden die Kapitel der Familiengeschichte von 1853-1918, 1918-1945 und  nach 1945 chronologisch angeordnet und übersichtlich aufgearbeitet. Ergänzt werden die Texte durch Bilder und digitalisierte Briefe aus dem Familienarchiv Wolf, das vor kurzem dem Haus der Geschichte Baden Württemberg übergeben wurde, sowie Zeitzeugeninterviews mit Nathan Wolfs Tochter, Hannelore Wolf (1925 – 2012).

Gefördert wurde das Projekt mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

Nanette Wolf mit ihren Kindern vor dem Haus der Familie, von links: Bertel, Nathan, Wilhelm, Regine, Selma, Clem, Eugenie und Nanette
ca. 1895/96

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