Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2018

Jüdische Gemeinden, Gedenkstätten und Museen laden zur Begegnung

Der Europäische Tag der Jüdischen Kultur findet am 2. September 2018 gleichzeitig in rund dreißig Ländern statt.

Der Tag will dazu beitragen, das europäische Judentum, seine Geschichte, seine Traditionen und Bräuche besser bekannt zu machen. Er erinnert an die Beiträge des Judentums zur Kultur unseres Kontinents in Vergangenheit und Gegenwart.

Das diesjährige Thema ist "Storytelling".

An beiden Rheinufern zwischen Basel, Straßburg und Karlsruhe waren die Beziehungen zwischen den jüdischen Gemeinden und die Verbindung mit der regionalen Kultur stets sehr eng. Auf der elsässischen wie auf der deutschen Seite in Baden, Württemberg und Hohenzollern war bis zum 20. Jahrhundert das Landjudentum vorherrschend. Die religiösen jüdischen Bräuche wurden geachtet, wobei das jüdische Leben eng mit der Alltagskultur und den Landleben verflochten war. Bei aller
Unterschiedlichkeit gab es über die Jahrhunderte hinweg eine wechselseitige Bereicherung in vielen Lebensbereichen.

In den jüdischen Gemeinden, an Gedenkstätten und Museen haben viele Ehrenamtliche ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm für den Europäischen Tag der Jüdischen Kultur 2018 vorbereitet:  Ausstellungen, Konzerte, Synagogen und Friedhofsbesuche, kulinarische Entdeckungen, Filmvorführungen und Vorträge. Viele dieser Veranstaltungen werden sich dieses Jahr auf das Leitthema Storytelling beziehen: Das Erzählen von Geschichten war schon immer großer Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses; in eine  Geschichte verpackt, wird das scheinbar Banale zum Leben erweckt und in etwas Erinnernswertes verwandelt. Geschichten ermöglichen uns, einen tieferen Sinn im Alltäglichen zu entdecken und Traditionen auf kommende Generationen zu übertragen.

Die Koordination und Organisation der Programme erfolgte durch B’nai Brith René Hirschler, Strasbourg, in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische
Bildung Baden-Württemberg.

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