Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Europäisches Kulturerbe-Siegel

für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von KZ-Gedenkstätten in Baden-Württemberg und im Elsass

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Die KZ-Gedenkstätten beiderseits des Rheins sind das erste transnationale Netzwerk der Erinnerung, das mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet worden ist. Neben der französischen Gedenkstätte, dem Centre Européen du Résistant Déporté (CERD), zählten dazu auf baden-württembergischer Seite folgende Gedenkstätten:

Weiterführende Informationen zum Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler e. V. sind unter folgendem Link zu finden:
http://vgkn.eu/de/geschichte/

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Festakt im bulgarischen Plovdiv

Gedenkstättenvertreterinnen aus Frankreich und aus Baden-Württemberg nahmen die Auszeichnung bei einem Festakt im bulgarischen Plovdiv entgegen. 

Die bulgarische Kulturministerin Amelia Gesheva überreicht Frédérique Neau-Dufour, der Leiterin des CERD, und Brigitta Marquart-Schad, Mitglied des Vorstands des Verbundes der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler, VGKN, das Europäische Kulturerbe-Siegel (v.l.n.r). Foto: Europäische Kommission
Die Vertreterinnen und Vertreter der neun neuen Stätten in Europa lassen sich am Ende des Festakts in Plovdiv gemeinsam feiern. Foto: Europäische Kommission
Die französisch-deutsche Gruppe, die stellvertretend auch für die anderen beteiligten Gedenkstätten die Auszeichnung entgegengenommen hat: Sibylle Thelen (LpB), Frédérique Neau-Dufour (CERD), Brigitta Marquart-Schad (VGKN), Dr. Denise Beilharz (Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg), Anja König (VGKN) – v.l.n.r. Foto: Europäische Kommission

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2017 Panel Report

Der „2017 Panel Report“ vom 5. Dezember 2017, herausgegeben von der Europäischen Kommission, fasst die Gründe für die Auszeichnung der neun neuen Stätten mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel zusammen. Zur Auszeichnung der KZ-Gedenkstätten beiderseits des Rheins heißt es dort:

„Die nationalsozialistischen Konzentrationslager im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler bilden eine transnationale Stätte der kollektiven Erinnerung. Sie gibt Einblick in den Nationalsozialismus und in die europäische Widerstandsbewegung. Heute ermöglicht das Netzwerk der Gedenkstätten, die Erinnerung an all jene im Bewusstsein zu halten, die gegen den Nationalsozialismus kämpften oder von ihm verfolgt wurden (Juden, Roma, Homosexuelle etc.). Nach dem Krieg setzten viele Überlebende des KZ-Komplexes Natzweiler ihr Engagement für die Menschen- und Bürgerechte fort. Beispielhaft dafür stehen Trygve Bratteli, Robert Krips, Bors Pahor und Pierre Sudreau.“

Mehr zum European Heritage Label ("2017 Panel Report" vom 5. Dezember 2017, PDF, en.)

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Konzentrationslager-Komplex Natzweiler

Der Konzentrationslager-Komplex Natzweiler mit dem ehemaligen Hauptlager Natzweiler-Struthof im Elsass und über 60 Außenlagern rechts und links des Rheins dokumentiert eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte Europas. Dort waren im Zweiten Weltkrieg rund 52.000 Menschen aus über 30 europäischen Staaten inhaftiert. Die historischen Stätten auf heutigem deutschen und französischen Staatsgebiet bilden daher Erinnerungs- und Vermittlungsorte von außerordentlichem europäischen Wert.

Seit 2013 werden Stätten mit besonderer Bedeutung für die Werte und die Geschichte Europas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel gewürdigt. 38 Stätten in ganz Europa tragen inzwischen das Label. Die Europäische Kommission beschreibt die Zielsetzung, die sie mit ihrer Auszeichnung verbindet:

„Stätten des europäischen Kulturerbes lassen die europäische Botschaft und Geschichte dahinter lebendig werden. Es geht dabei um weit mehr als nur Ästhetik. Im Zentrum stehen die Förderung der europäischen Dimension der Stätten und der Zugang dazu. Dazu gehören die Organisation einer großen Bandbreite von Bildungsaktivitäten, insbesondere für junge Leute.“

An der Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel waren auf baden-württembergischer Seite neben dem Wirtschaftsministerium der im Wesentlichen ehrenamtlich getragene Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler, die Landeszentrale für politische Bildung und das Landesamt für Denkmalpflege beteiligt, auf französischer Seite das Kulturministerium, das Verteidigungsministerium sowie das Europäische Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers am Hauptlager-Standort Natzweiler-Struthof. Angespornt durch das Europäische Kulturerbe-Siegel wird das Netzwerk der Erinnerung seine Zusammenarbeit weiter ausbauen.

Weiterführende Informationen zum Europäischen Kulturerbe-Siegel finden Sie unter folgenden Links:

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Hintergrundinformationen

Über Hintergründe, Schwerpunkte und Zielsetzungen der transnationalen Bewerbung der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler um das Europäische Kulturerbe-Siegel:

  • Interview mit Frédérique Neau-Dufour, Centre européen du résistant déporté (CERD), Dorothee Roos, Vorsitzende des Verbunds der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler (VGKN) und Sibylle Thelen, LpB.
    Download des Interviews (Auszug aus "Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 1/2017)

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Ausstellung KZ Natzweiler "Freiheit - so nah, so fern"

 

Wanderausstellung kann ausgeliehen werden.
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