Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Veranstaltungsreihe: 1945 damals und heute

75 Jahre nach der NS-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkriegs

Eine Veranstaltungsreihe an Gedenkstätten in Baden-Württemberg

Eine Diktatur im Zusammenbruch, eine Gesellschaft in Auflösung, ein Land am Nullpunkt – 1945 markiert einen dramatischen Einschnitt in der Geschichte, auch im deutschen Südwesten. Das Jahr steht für vieles zugleich, für das Ende des Zweiten Weltkriegs, für die Befreiung vom Nationalsozialismus und für den Ausbruch des Kalten Kriegs. Es steht für Brüche und Kontinuitäten und nicht zuletzt für den Beginn einer einzigartigen, nunmehr 75 Jahre währenden Ära des Friedens in weiten Teilen Europas.

Was geschah 1945?

Mit der Veranstaltungsreihe „1945 damals und heute“ knüpfen die Gedenkstätten in Baden-Württemberg an das Zäsurjahr an. Sie stellen Bezüge her, indem sie lokale und regionale Ereignisse beleuchten. Sie untersuchen die Folgen, beleuchten Wandlungsprozesse und skizzieren den schwierigen Weg der Demokratisierung der deutschen Gesellschaft. Und sie laden ein zu Gedenken und Erinnerung, zu unmittelbarer Erfahrung und Begegnung am historischen Ort.

Erinnerung und Gedenken
Am 27. Januar 2020 jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum 75. Mal. In Deutschland wird der Tag seit 1996 als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen. Vielerorts im Land gibt es Anlässe zur Rückschau. Die Gedenkstätten erinnern an das Leid all jener Menschen, die verfolgt und ermordet wurden. Doch auch für viele Überlebende war die Leidensgeschichte nach dem Zusammenbruch des KZ-Lagersystems im deutschen Südwesten noch nicht beendet.

Opfergruppen und Anerkennung
Das Kriegsende am 8. Mai 1945 brachte die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Gedenkstätten zeichnen in zahlreichen  Veranstaltungen die Verfolgungs- und Vernichtungspolitik bis in die letzten Kriegstage nach, analysieren die Aufarbeitungsgeschichte, leuchten Forschungs und
Wahrnehmungslücken aus. Einige Opfergruppen – Sinti und Roma, Homosexuelle, kranke und behinderte Menschen, auch sogenannte „Asoziale“ – mussten noch lange nach Kriegsende um Anerkennung ringen.

Aufarbeitung und Verantwortung
Zentrales Thema ist auch die Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Viele Veranstaltungen nehmen Täterschaften, aber auch Mitläufertum in den Blick. Sie rücken zudem Personen in das Licht der Öffentlichkeit, die schon bald nach 1945 für eine schonungslose Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen kämpften. In den Nachkriegsjahren begannen erste Gerichtsprozesse, und doch setzte die juristische Aufarbeitung nur schleppend ein. Auch in vielen Familien konnte über Verstrickungen im Nationalsozialismus lange Zeit nicht offen gesprochen werden.

Zivilgesellschaft und Perspektiven

Wie haben sich West- und Ostdeutschland nach dem Ende der NS-Diktatur entwickelt? Welche Lernprozesse hat die Gesellschaft, hat Deutschland, hat Europa seit 1945 bewältigt? Die Veranstaltungen fragen nach dem Auftrag einer – auch grenzüberschreitenden – Erinnerungskultur, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzt. Sie werfen zugleich ein Schlaglicht auf die zivilgesellschaftliche Verankerung dieses Engagements. Sichtbar wird darüber hinaus auch die Bedeutung der historischpolitischen Bildungsarbeit.


Flyer der Veranstaltungsreihe (Download als PDF, 2,8 MB, Stand Dez. 2019)


Veranstaltungsprogramm - Termine und Orte:

Januar / Februar 2020

  • Vortrag: Die Deutschen und der Holocaust (27.1.2020,  Affaltrach)
  • Vortrag "Konjunkturen der Erinnerung" (31.1.2020, Mössingen)
  • Tagung "Auschwitz heute." (1.-2.2.2020, Bad Urach)
  • Austellungseröffnung "Nebenan." (9.2.2020, Gailingen)
  • Vortrag "Die Rolle der Gestapo bei der wirtschaftlichen Ausplünderung..." (19.2.2020, Stuttgart)

Die Deutschen und der Holocaust. Zum Umgang mit der NS-Vergangenheit seit 1945
Vortrag des stellvertretenden Direktors des Fritz-Bauer-Instituts Frankfurt, Dr. Tobias Freimüller, zur Geschichte des deutschen Umgangs mit der NS-Vergangenheit und zum Stellenwert der „Erinnerung an Auschwitz“. Veranstaltet vom Freundeskreis ehemalige Synagoge Affaltrach e. V.

  • Termin: 27. Januar 2020, 19.30 Uhr
  • Ort: Museum Synagoge Affaltrach


Konjunkturen der Erinnerung
Vortrag von Dr. Kathrin Hammerstein (Universität Heidelberg/Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg) zum 87. Jahrestag des „Mössinger Generalstreiks“.
In Kooperation mit dem „Virtuellen Geschichtsort Mössinger Generalstreik“, Museum Stadt Mössingen

  • Termin: 31. Januar 2020, 19.00 Uhr
  • Ort: Mössingen, Pausa Tonnenhalle
  • Programm: Download als PDF

Auschwitz heute. 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und
Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

Tagung in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten
und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg (LAGG)

  • Termin: 1. bis 2. Februar
  • Ort: Bad Urach, Tagungszentrum Haus auf der Alb
  • Programm: Download als PDF

Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I–III
Eröffnung der Ausstellung mit den Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (die arge lola).
Die Ausstellung ist im Jüdischen Museum Gailingen bis zum 1. März 2020 zu sehen.

  • Termin: 9. Februar, 11.00 Uhr
  • Ort: Gailingen, Jüdisches Museum Gailingen
  • Programm: Download als PDF

Die Rolle der Gestapo bei der wirtschaftlichen Ausplünderung der Juden in
Württemberg und Hohenzollern

Vortrag von Dr. Martin Ulmer (Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e. V. und Mitherausgeber des Bands „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung. NS-Akteure und ,Volksgemeinschaft‘ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933–1945“).
In Kooperation mit dem Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e. V., der Initiative Hotel Silber und dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg

  • Termin: 19. Februar, 19.00 Uhr
  • Ort: Stuttgart, Hotel Silber
  • Programm: Download als PDF

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März 2020

  • Einführung in die Ausstellung "Ausgrenzung – Raub – Vernichtung" (10.3.2019, Hechingen)
  • Austellungseröffnung "Nebenan." (15.3.2020, Sulzburg)
  • Vortrag "Bürger bauen Brücken" (18.3.2020, Hechingen)
  • Buchvorstellung "Antisemitismus und deutsche Demokratie..." (29.3.2020, Hechingen)

Ausgrenzung – Raub – Vernichtung. NS-Akteure und „Volksgemeinschaft“ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933–1945
Einführung von Dr. Martin Ulmer (Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e. V. und Mitherausgeber des Bands „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung“) in die Ausstellung gleichen Titels.
Die Ausstellung ist bis zum 29. März in der Alten Synagoge Hechingen zu sehen.


Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I–III
Eröffnung der Ausstellung mit den Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (die arge lola).
Die Ausstellung ist in der Ehemaligen Synagoge Sulzburg bis zum 26. April zu sehen.

  • Termin: 15. März, 17.00 Uhr
  • Ort: Sulzburg, Ehemaligen Synagoge Sulzburg
  • Programm: Download als PDF

Bürger bauen Brücken – Für Vielfalt und ein friedliches Miteinander in Deutschland
Vortrag von Staatsministerin Annette Widmann-Mauz MdB über das Projekt „Shalom Aleikum“ des Zentralrats der Juden in Deutschland. Das Projekt soll dazu beitragen, dass Antisemitismus gar nicht erst entstehen kann – ein wichtiges Anliegen auch 75 Jahre nach Kriegsende und Shoah.
In Kooperation mit der Initiative Hechinger Synagoge e. V.

  • Termin: 18. März, 19.00 Uhr
  • Ort: Hechingen, Alte Synagoge

Antisemitismus und deutsche Demokratie: Theodor Heuss und seine „Feldzüge gegen das Vergessen“
Buchvorstellung von Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel.
In Kooperation mit der Initiative Hechinger Synagoge e. V. und dem Stuttgarter Lehrhaus –
Stiftung für interreligiösen Dialog

  • Termin: 29. März, 19.00 Uhr
  • Ort: Hechingen, Alte Synagoge

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April 2020

  • Gedenkveranstaltung "Außenlager des KZ Natzweiler" (4.-5.4.2020, Vaihingen/Enz)
  • Vortrag "Befreit, überlebt... alles wieder gut?" (8.4.2020, Mannheim)
  • Gedenkveranstaltung "Männer von Brettheim" (10.4.2020, Rot am See-Brettheim)
  • Podiumsgespräch "Warum Täterforschung?" (22.4.2020, Stuttgart)
  • Lesung "Wieder gut gemacht?" (23.4.2020, Heidelberg)
  • Lesung "Geisterkinder." (23.4.2020, Kippenheim)
  • Lesung "Karl Adolf Groß." (24.4.2020, Schwäbisch Hall)
  • Stadtrundgang "Baienfurt im Nationalsozialismus" (25.4.2020, Baienfurt)
  • Gedenkfeier "Kriegsendes in Überlingen" (25.4.2020, Überlingen)
  • Ökumenischer Gedenk-Gottesdienst KZ-Gedenkstätte Eckerwald (25.4.2020, Eckerwald)
  • Gedenkfeier u. Vortrag "Auflösung der KZ-Lager vor 75 Jahren" (26.4.2020, Schömberg/Dautmergen)
  • Lesung "Die Gedächtnislosen" (28.4.2020, Offenburg)

Gedenkveranstaltung zum Ende der Außenlager des KZ Natzweiler und zur Befreiung des Krankenlagers Vaihingen/Enz
4. April, Peterskirche: Historischer Rückblick und Reflexionen zur Bedeutung des Tages aus deutscher und französischer Sicht.
5. April, KZ-Friedhof: Gedenkzeremonie Mit Zeitzeugen, internationalen Gästen und der Landtagspräsidentin Muhterem Aras.
Veranstaltet von der KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz und dem Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler e. V. (VGKN)

  • Termin: 4./5. April
  • Orte: Vaihingen/Enz, Peterskirche, KZ-Friedhof

Befreit, überlebt... alles wieder gut? Displaced Persons zwischen Hilfe und Selbsthilfe
Vortrag von René Bienert (Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien).In Kooperation mit dem MARCHIVUM Mannheim

  • Termin: 8. April, 18.00 Uhr
  • Ort: Mannheim, MARCHIVUM

Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die „Männer von Brettheim“, die nach einem Standgericht der SS am 10. April 1945 hingerichtet wurden
Gedenkrede von Prof. em. Dr. Horst F. Rupp (Universität Würzburg); Musikalische Umrahmung durch örtliche Chöre.
Veranstaltet vom Ortschaftsrat Brettheim in Zusammenarbeit mit der Erinnerungsstätte „Die Männer von Brettheim“

  • Termin: 10. April, 20.00 Uhr
  • Ort: Rot am See-Brettheim, Friedhof in Brettheim

Warum Täterforschung?
Podiumsgespräch mit Dr. Wolfgang Proske (Herausgeber der Reihe „Täter – Helfer – Trittbrettfahrer“), Thomas Stöckle (Gedenkstätte Grafeneck) und Prof. Dr. Cornelia Rauh (Universität Hannover).
In Kooperation mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und
Gedenkort Hotel Silber

  • Termin: 22. April, 19.00 Uhr
  • Ort: Stuttgart, Hotel Silber

Wieder gut gemacht? Die Geschichte der Wiedergutmachung seit 1945
Lesung mit Manfred Schmitz-Berg (Richter a. D. am Oberlandesgericht Düsseldorf).
In Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg

  • Termin: 23. April, 19.00 Uhr
  • Ort: Heidelberg, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Geisterkinder. Fünf Geschwister in Himmlers Sippenhaft
Lesung mit Valerie Riedesel, der Enkelin des Widerstandskämpfers Cäsar von Hofacker (1896–1944). In „Geisterkinder“ erzählt sie die bewegende Geschichte ihrer Familie nach
dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944.
In Kooperation mit dem Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V.

  • Termin: 23. April, 19.00 Uhr
  • Ort: Kippenheim, Ehemalige Synagoge Kippenheim

Karl Adolf Groß. Zweitausend Tage Dachau. Berichte und Tagebücher des Häftlings Nr. 16921
Lesung mit Dr. Wolfgang Schöllkopf (Historiker) und Schauspielern der Freilichtspiele Schwäbisch Hall.
In Kooperation mit dem Molino Verlag, der KZ-Gedenkstätte Schwäbisch Hall-Hessental und den Freilichtspielen Schwäbisch Hall.
Vorverkauf über das Reservierungssystem der Freilichtspiele

  • Termin: 24. April, 19.00 Uhr
  • Ort: Schwäbisch Hall, Neues Globe

Baienfurt im Nationalsozialismus
Geführter Stadtrundgang mit Uwe Hertrampf.
Denkstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben in Kooperation mit der VHS Weingarten, Zweigstelle Baienfurt

  • Termine: 25. April, 18.00 Uhr
  • Ort: Baienfurt, Achbrücke im Ortszentrum

Gedenkfeier mit Chorkonzert anlässlich des Kriegsendes in Überlingen
Oswald Burger rezitiert den Text „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer und erklärt die Umstände seiner Entstehung. Das Vokalensemble Überlingen singt drei verschiedene Versionen von „Von guten Mächten“.
Veranstaltet von von der Dokumentationsstätte Goldbacher Stollen und KZ Aufkirch in Überlingen e. V.

  • Termin: 25. April, 18.00 Uhr
  • Ort: Überlingen, Dokumentationszentrum Goldbacher Stollen

Ökumenischer Gedenk-Gottesdienst am Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte Eckerwald
Veranstaltet von der Initiative KZ Gedenkstätte Eckerwald, Schömberg, Dautmergen und Schörzingen

  • Termin: 25. April, 16.30 Uhr
  • Ort: Eckerwald

"Auflösung der KZ-Lager vor 75 Jahren"
Gedenkfeier auf dem KZ-Friedhof/Lernort Schömberg/Dautmergen und Vortrag von Dr. Andreas Zekorn, Grußworte von Überlebenden und Angehörigen der Wüste Lager aus verschiedenen Ländern.
Veranstaltet von der Initiative KZ Gedenkstätte Eckerwald, Schömberg/Dautmergen und Schörzingen

  • Termin: 26. April, 10.00 Uhr
  • Orte: Schömberg, Dautmergen

Die Gedächtnislosen. Erinnerungen einer Europäerin
Lesung mit Géraldine Schwarz. Die Autorin bettet ihre deutsch-französische Familiengeschichte in die große Geschichte ein und spannt einen Bogen von der NS-Zeit bis zum krisengeschüttelten Europa unserer Gegenwart.
In Kooperation mit dem Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein

  • Termin: 28. April, 19.00 Uhr
  • Ort: Offenburg, Museum im Ritterhaus

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Mai 2020

  • Vortrag "Der Grafeneck-Prozess 1949 in Tübingen" (6.5.2020, Stuttgart)
  • Vortrag "Mord verjährt nicht." (6.5.2020, Vaihingen/Enz)
  • Vorträge "Robert Kempner und Fritz Bauer" (7.5.2020, Karlsruhe)
  • Ausstellungseröffnung "Nebenan." (8.5.2020, Ulm)
  • Vortrag "Verbrechen und Erinnerung" (8.5.2020, Hechingen)
  • Stadtrundgang "Weingarten im Nationalsozialismus" (9.5.2020, Weingarten)
  • Lesung und Gespräch "Wolfszeit" (10.5.2020, Ulm)
  • Vortrag "Schlussstriche und lokale Erinnerungskulturen" (11.5.2020, Mosbach-Neckarelz)
  • Vortrag "Die Todesmärsche durch Oberschwaben" (13.5.2020, Weingarten)
  • Podiumsdiskussion "Identität und Erinnerung zwischen allen Stühlen" (15.5.2020, Karlsruhe)
  • Lesung "Georg Elser" (18.5.2020, Göppingen)
  • Vortrag "Schlussstriche und lokale Erinnerungskulturen" (20.5.2020, Mannheim)
  • Vortrag "Der demokratische Rechtsstaat" (25.5.2020, Ulm)
  • Vortrag "Konjunkturen der Erinnerung" (25.5.2020, Breisach am Rhein)

Der Grafeneck-Prozess 1949 in Tübingen und seine Angeklagten
Vortrag von Prof. Dr. Jörg Kinzig (Universität Tübingen).
In Kooperation mit der Gedenkstätte Grafeneck, dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber

  • Termin: 6. Mai, 19.00 Uhr
  • Orte: Stuttgart, Hotel Silber

Mord verjährt nicht. Die Täter nationalsozialistischer Verbrechen und deren Strafverfolgung in der Bundesrepublik
Vortrag von PD Dr. Martin Cüppers (Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart)
In Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Vaihingen/ Enz

  • Termin: 6. Mai, 19.30 Uhr
  • Ort: Vaihingen/Enz, KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz

Robert Kempner und Fritz Bauer –
Zwei südwestdeutsche Demokraten als Schlüsselfiguren der juristischen NS-Aufarbeitung

Vorträge von Dr. Andrea Hoffend (Projekt Lernort Kislau), Prof. Dr. Sybille Steinbacher (Fritz Bauer Institut) und Dr. Annette Weinke (Universität Jena).
In Kooperation mit dem Projekt Lernort Kislau


Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I–III
Eröffnung der Ausstellung mit den Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (die arge lola).
Die Ausstellung ist im Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm bis zum 15. Juni 2020 zu sehen.

  • Termin: 8. Mai, 17.00 Uhr
  • Ort: Ulm, DZOK Ulm, KZ-Gedenkstätte

Verbrechen und Erinnerung – 75 Jahre Kriegsende 1945 bis 2020
Vortrag von Dr. Andreas Zekorn (Kreisarchiv Zollernalbkreis).
In Kooperation mit der Initiative Hechinger Synagoge e. V.

  • Termin: 8. Mai, 20.00 Uhr
  • Ort: Hechingen, Alte Synagoge Hechingen

Weingarten im Nationalsozialismus
Geführter Stadtrundgang mit Uwe Hertrampf Denkstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben in Kooperation mit der VHS Weingarten

  • Termin: 9. Mai, 14.00 Uhr
  • Ort: Weingarten, Münsterplatz

Wolfszeit – Deutschland und die Deutschen 1945 bis 1955
Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Harald Jähner (Universität der Künste Berlin)
In Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm, KZ-Gedenkstätte

  • Termin: 10. Mai, 11.00 Uhr
  • Ort: Ulm, DZOK Ulm, KZ-Gedenkstätte

Schlussstriche und lokale Erinnerungskulturen.
Die zweite Geschichte der Außenlager des KZ Natzweiler in Südwestdeutschland 1945–2015

Vortrag von Dr. des. Marco Brenneisen (VGKN und KZ-Gedenkstätte Sandhofen).
In Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neckarelz und dem ver.di-Bildungszentrum Mosbach

  • Termin: 11. Mai, 19.30 Uhr
  • Ort: Mosbach-Neckarelz, KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Die Todesmärsche durch Oberschwaben, ausgehend von den „Wüste“-Lagern und dem KZ Spaichingen
Vortrag von Gertrud Graf und Eugen Michelberger (Denkstättenkuratorium Oberschwaben).
In Kooperation mit dem Denkstättenkuratorium Oberschwaben und dem Studentenwerk Weiße Rose Weingarten-Ravensburg

  • Termin: 13. Mai, 19.00 Uhr
  • Ort: Weingarten, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Identität und Erinnerung zwischen allen Stühlen. Deutsche aus Russland erzählen.
Podiumsdiskussion mit Dr. Viktor Krieger (Bayrisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland), Eugenia Loktev, Ida Martjan (Badisches Staatstheater Karlsruhe), Alexander Martjan.
In Kooperation mit dem Stadtmuseum/Erinnerungsstätte Ständehaus Karlsruhe und dem Kulturamt der Stadt Karlsruhe

  • Termin: 15. Mai, 18.00 Uhr
  • Ort: Karlsruhe, Gemeindezentrum Weiße Rose Oberreut

Georg Elser – Allein gegen Hitler.
Szenische Lesung mit Musik von „freywolf“
In Kooperation mit der Georg Elser Gedenkstätte Königsbronn und der Stadt Göppingen

  • Termin: 18. Mai, 18.30 Uhr
  • Ort: Göppingen, Stadthalle

Schlussstriche und lokale Erinnerungskulturen –
Die zweite Geschichte der Außenlager des KZ Natzweiler in Südwestdeutschland 1945–2015

Vortrag von Dr. des. Marco Brenneisen (MARCHIVUM und VGKN).
In Kooperation mit dem MARCHIVUM Mannheim und dem Verbund der Gedenkstätten im KZ-Komplex Natzweiler e. V. (VGKN)

  • Termin: 20. Mai, 18.00 Uhr
  • Ort: Mannheim, MARCHIVUM

Der demokratische Rechtsstaat –
Antwort auf Terror, Willkür und Gewalt der Nationalsozialisten

Vortrag und Gespräch mit Dr. Mehmet Daimagüler (Anwalt der Nebenkläger im NSU-Prozess und im Lüneburger Auschwitzprozess gegen Oskar Gröning).
In Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm, KZ-Gedenkstätte

  • Termin: 25. Mai, 18.00 Uhr
  • Ort: Ulm, DZOK Ulm, KZ-Gedenkstätte

Konjunkturen der Erinnerung
Vortrag von Dr. Kathrin Hammerstein (Universität Heidelberg/Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg).
In Kooperation mit dem Blauen Haus, Gedenk- und Bildungsstätte für die Geschichte der Juden am Oberrhein

  • Termin: 25. Mai, 18.00 Uhr
  • Ort: Breisach am Rhein, Blaues Haus

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Juni 2020

  • Vortrag "Schlussstriche und lokale Erinnerungskulturen" (20.6.2019, Bisingen)
  • Austellungseröffnung "Nebenan." (21.6.2019, Creglingen)
  • Vortrag "Die Moskauer..." (Pforzheim)

Schlussstriche und lokale Erinnerungskulturen.
Die zweite Geschichte der Außenlager des KZ Natzweiler in Südwestdeutschland 1945 – 2015

Vortrag von Dr. des. Marco Brenneisen (VGKN und KZ-Gedenkstätte Sandhofen)
In Kooperation mit dem Verein Gedenkstätten KZ Bisingen

  • Termin: 20. Juni, 19.30 Uhr
  • Ort: Bisingen, Museum Bisingen

Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I–III
Eröffnung der Ausstellung mit den Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (die arge lola).
Die Ausstellung ist bis zum 2. August im Jüdischen Museum Creglingen zu sehen.

  • Termin: 21. Juni, 10.30 Uhr
  • Ort: Creglingen, Jüdisches Museum Creglingen

Die Moskauer. Wie das Stalintrauma die DDR prägte
Vortrag und Buchvorstellung von Dr. Andreas Petersen (Agentur zeit&zeugen, Berlin/Zürich).
In Kooperation mit dem DDR-Museum Pforzheim

  • Termin: ohne Datum
  • Ort: Pforzheim, DDR-Museum

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Juli 2020

  • Vortrag "Die Finanzbehörden als Schaltstellen der finalen Ausraubung" (5.7.2020, Horb)

Die Finanzbehörden als Schaltstellen der finalen Ausraubung
Vortrag von Heinz Högerle (Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e. V. und Mitherausgeber des Bands „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung. NS-Akteure und „Volksgemeinschaft" gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933–1945“) anlässlich der Eröffnung der Wanderausstellung gleichen Titels im Museum Jüdischer Betsaal Horb.
Die Ausstellung ist bis zum 11. Oktober im Museum Jüdischer Betsaal Horb zu sehen.

  • Termin: 5. Juli, 16.00 Uhr
  • Ort: Horb, Mensa des Martin-Gerbert- Gymnasiums Horb

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Veranstaltungsreihe

 

"1945 damals und heute – 75 Jahre nach der NS-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkriegs"
Eine Veranstaltungsreihe an Gedenkstätten in Baden-Württemberg
Programmflyer (PDF, 2,8 MB)