#Geschichtenebenan
vom 30. bis 31. Mai 2022 in Horb und Horb-Rexingen

in Kooperation mit der Beruflichen Schule und dem Martin-Gerbert-Gymnasium Horb und dem Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen
Bilder vom Projekt in Horb und Rexingen

Grabstein von Lisette Levi auf dem jüdischen Friedhof Horb
„Gedächtnisstein
Lisette Levi
geb. 06.05.1880
gest. 30.11.1937“
Text und Foto: Alex
Museum Jüdischer Betsaal Horb
„Fenstertheater“
Foto: Daria
Jüdischer Friedhof Rexingen
„Auch wenn die Geschichte der Welt selbst die kleinsten Gemeinden nicht ruhen ließ, so war es und ist es weiterhin wichtig, dass wir die Vergangenheit nicht ruhen lassen, auch nicht, wenn sie selbst keine Ruhe anbietet und schmerzt und kränkt und die Welt krumm aussehen lässt.“
Text und Foto: Dominik
„Im Neckartal
Ruhe, Frieden und Ordnung spiegeln sich auf dem jüdischen Friedhof in Horb wider – Efeu auf den Gräbern, verwuchert und trotzdem gepflegt.
Geordnet wurden die Grabsteine auf dem Friedhof platziert. Als Erinnerung dienen sie als Gedenksteine an die Menschen der jüdischen Gemeinde aus Horb des 19. und 20. Jahrhunderts.“
Text und Foto: Ellen
„Liebe
Verbotene Liebe
Maria Leins denunziert
Einlieferung in das Konzentrationslager
,Rassenschande‘
Tod“
Text und Foto: Lucie
Amtsgerichtsgefängnis
„Es wurde 1845/46 erbaut und bis 1964 betrieben.
Als die Synagogen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstört worden waren, wurden alle jüdischen Männer von Horb im Alter von 18 bis 60 verhaftet und im Amtsgerichts-gefängnis gefangen gehalten. Danach brachte man sie ins Konzentrationslager in Dachau.“
Text und Foto: Manuel
„Auf dem Weg zum Jüdischen Friedhof in Rexingen.
Ein kleines unscheinbares Dorf – zwiegespalten durch einen Mann und dessen Propaganda und Politik, die nur eine Überzeugung erlaubte.“
Foto und Text: Mauro
Felder über Mühringen, wo einst die älteste jüdische Gemeinde von Horb ihren Sitz hatte.
Foto: Maximilian
„Ein fünfzigster Jahrestag
(Bahnhof Horb, 19. August 1992)
Von Rexingen herkutschiert auf Pferdefuhrwerken.
Mit dem was Platz fand in einem
Über die Schulter hängenden Kissenbezug.
Der zurückgebliebene Hausrat,
Tage später schon versteigert.
Abgehakte Namen einer Deportationsliste.
Von hier aus über Stuttgart nach Theresienstadt.
Ihr Blick.
Auf diese Bahnsteigkante, diese Gleise.
Und auf die Steine zwischen den Schwellen.
Wenn man sie umdreht,
fehlt auf jedem eine Inschrift.“
Gedicht: Walle Sayer, Foto: Megan
Jüdischer Friedhof Horb, 75 Grabsteine von 1904 bis 1952
Foto und Text: Megan
„In der Schillerstraße gab es von 1928 bis 1938 ein Café. Es wurde von Sigmund Levi betrieben und besonders samstags, am Schabbat, trafen sich die Juden dort. Die Anzahl an Gästen, die das Café Levi besuchten, nahm in der NS Zeit stetig ab und so musste Sigmund Levi 1938 das Café schließen. 1942 wurde er ins Vernichtungslager Treblinka verschleppt und ermordet.“
Foto und Text: Sara
„Auguste Fröhlich war die Letzte aus der Familie Fröhlich, die in Rexingen wohnte.
Sie musste mit ansehen wie ihr Sohn Simon und ihre Schwiegertochter Martha deportiert wurden.
Dann wurde auch sie deportiert.“
Foto und Text: Stephanie