#Geschichtenebenan
vom 30. Juni bis 1. Juli 2022 in Stuttgart

in Kooperation mit dem Wirtemberg-Gymnasium Stuttgart, dem Lernort Geschichte und Zeichen der Erinnerung e. V. anlässlich des 80. Jahrestags der Deportation von Jüdinnen und Juden nach Theresienstadt 1942
Bilder vom Projekt in Stuttgart

Heute zum Tatzelwurm – damals nach Theresienstadt
Vor rund 80 Jahren hätte man das kleine Kind, wäre es jüdisch gewesen, an diesem Platz so nicht vorgefunden. Wenn möglich, waren jüdische Kinder von ihren Eltern zu diesem Zeitpunkt bereits ins Ausland gebracht worden. Schließlich hätten sie hier auch aufgrund der antijüdischen Gesetze, die ab November 1938 auch Schulausschlüsse beinhalteten, keine Zukunft mehr gehabt.
Foto und Text: David, Dino, Sanel, Sharo
Leichen im Keller
Um eine Shoppingmall für Luxusprodukte zu bauen, wollte der Kaufhauskonzern Breuninger 2009 die ehemalige Gestapo-Zentrale „Hotel Silber“ abreißen lassen. Hier wurden zwischen 1933 und 1945 viele Menschen inhaftiert, gefoltert und einige auch getötet. Bürgerinitiativen und öffentliche Debatten führten jedoch dazu, das historische Gebäude zu erhalten. Heute ist es ein Lern- und Gedenkort.
Foto und Text: Amelie, Carolina
Zug nach Nirgendwo
Heute gehören die Schienen am Nordbahnhof zu einer Gedenkstätte. Vor 80 Jahren wurden von hier aus mehr als 2860 jüdische Menschen und Sinti in Züge gepfercht und in Konzentrationslager wie Auschwitz und Theresienstadt deportiert.
Foto und Text: Philip, Vuk
Gedenken im Alltag
An diesem Ort wurden zwischen 1941 und 1945 mehr als 2600 Jüdinnen und Juden aus Württemberg, Baden und Hohenzollern unter anderem nach Theresienstadt deportiert. Heute erinnert die Gedenktafel an diese grauenhafte Zeit. Neue Häuser wurden gebaut, alte Häuser neu bewohnt. Im Hintergrund geht das Alltagsleben weiter.
Foto und Text: Lana, Lisa, Maja
Zwei Welten
Links das „Hotel Silber“ – ein Ort des historisch-politischen Lernens. Ein Museum, das an den NS-Terror der Gestapo erinnert.
Rechts das moderne „Dorotheen Quartier“ – ein Ort des Konsums und der Verwaltung.
Foto und Text: Finn, Emil, Tom
Die Verwahrzelle
„Ja ich hab das Weib gehenkt. Aber zuerst ist die Schnur abgekracht. Die Frau sagte dann zu mir: ,Sie haben doch auch eine Mutter, lassen Sie mich doch am Leben.‘ Da schlug ich sie aufs Maul, dann war sie ruhig und dann habe ich sie vollends aufgehängt.“
Else Josenhans war in der Nacht zum 11. April 1945 von SD-Hauptscharführer Anton Dehm in der abgebildeten Zelle der ehemaligen Gestapo-Zentrale ermordet worden. Sie war Jüdin und hatte vergeblich versucht, ihrer anstehenden Deportation über eine Ausreise in die Schweiz zu entkommen.
Foto und Text: Dimitrios, Jan
Zeit des Unheils
„Ungeziefer“, „Untermenschen“, „Parasiten“ – so bezeichneten Nationalsozialisten jüdische Menschen. Die „Zeit des Unheils“ steht auf dem Gedenkstein am Killesberg und verschleiert wortwörtlich die Tatsache, dass mehr als 2600 Menschen von hier in die Konzentrationslager deportiert worden sind.
Foto und Text: Diana, Evelyn![„Stuttgart ist die schönste Stadt, die man sich vorstellen kann [...]“ Foto: Beren, Maria, Martha, Vanessa „Stuttgart ist die schönste Stadt, die man sich vorstellen kann [...]“. Hannelore Kahn wurde mit ihrer Familie im Dezember 1941 nach Riga deportiert. Ihre Eltern wurden ermordet. Dank der Befreiung des Konzentrationslagers durch die Rote Armee überlebte sie. Das Zitat stammt aus ihrem Buch „Stuttgart New York Riga – Mein jüdischer Lebensweg“, das sie 2005 veröffentlicht hat. Foto und Text: Beren, Maria, Martha, Vanessa](/fileadmin/_processed_/b/e/csm_geschichtenebenan_stuttgart_1200_215920efc8.webp)
„Stuttgart ist die schönste Stadt, die man sich vorstellen kann [...]“.
Hannelore Kahn wurde mit ihrer Familie im Dezember 1941 nach Riga deportiert. Ihre Eltern wurden ermordet. Dank der Befreiung des Konzentrationslagers durch die Rote Armee überlebte sie. Das Zitat stammt aus ihrem Buch „Stuttgart New York Riga – Mein jüdischer Lebensweg“, das sie 2005 veröffentlicht hat.
Foto und Text: Beren, Maria, Martha, Vanessa