Kulturpreis an den Trägerverein des Jüdischen Museums Emmendingen

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e. V. hat am 26. November 2025 den Kulturpreis der Stadt Emmendingen für sein außerordentliches Engagement im kulturellen Bereich und die jahrzehntelange Gedenk-, Erinnerungs-, Vermittlungs- und Bildungsarbeit im Jüdischen Museum Emmendingen und bei zahlreichen Veranstaltungen erhalten. Bei einer Feier in der Steinhalle in Emmendingen übergab Oberbürgermeister Stefan Schlatterer den Preis an den Verein und den ebenfalls ausgezeichneten Günther Hoffmann, bekannt insbesondere für die Ausrichtung des Künstlermarktes in Emmendingen.
Die Laudatio auf den Verein hielt der Stadthistoriker Hans-Jörg Jenne, 1988 selbst eines der Gründungsmitglieder. Jenne hob die wichtigen und zahlreichen „würdevollen Beiträge zur Gedächtniskultur“ und die Erforschung jüdischen Lebens auch vor der Zeit der NS-Diktatur hervor, deren Ergebnisse mit dem digitalen Gedenkbuch der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind und ständig aktualisiert werden. Jenne lobte insbesondere auch die Gedenkstätten- und Netzwerkarbeit des Vereins, der seit vielen Jahren Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen Baden-Württemberg (LAGG) und des Gedenkstättenverbundes Südlicher Oberrhein e. V. ist.
Die anwesenden Mitglieder des ehrenamtlich aktiven Teams nahmen den Preis gemeinsam auf der Bühne entgegen und stellten sich kurz mit ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich vor. Carola Grasse überbrachte als Vorsitzende die Dankesworte für die hohe Würdigung und große Wertschätzung der Vermittlungsarbeit im Jüdischen Museum Emmendingen und dankte ihrerseits dem engagierten Team.
Text: Carola Grasse, Vorsitzende des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e. V., Träger des Jüdischen Museums Emmendingen